Ingulf Schroeter | Krummsee | 29.4.2024
Ökologisch, naturnah, gesellschaftlich angepasst an die soziale und landschaftliche Lieblichkeit der Hosteinischen Schweiz -so möchte sich das Teherani-Leuchtturmprojekt „The Spiral" in Krummsee gerne vermarkten.
Jeder würde sich freuen, wenn sich dieser Anspruch auch nur ansatzweise im nun vorgestellten vorläufigen Bebauungsplan wiederfinden würde.
Doch das krasse Gegenteil ist der Fall: Es wird ein protziger Kolossalbau (die Abmessungen können es locker mit dem Kolosseum in Rom aufnehmen) in die Landschaft gepflügt, der keinerlei Rücksicht auf Waldflächen, Landschaftsschutzgebiete, ehrwürdige Baumalleen und andere Biotope nimmt, obwohl das alte LVA-Gelände mehr als ausreichenden Platz für jede Form von Entwicklung bietet ohne diese Schutzgüter anfassen zu müssen. Die vorhandenen Schutzgüter bei der Planung ohne Not einfach beiseite zu schieben ist schlicht arrogant und verursacht bei allen, die sich nun mit den vielfältigsten Ausnahmegenehmigungen beschäftigen müssen, die keinem Bürger je zugestanden würden, Verdruss.
Der Gemeinderat schiebt diese Aufgabe kommentarlos durch zu den beteiligten TÖBs (Träger öffentlicher Belange), die sich nun mit der planerischen Überheblichkeit des Prunk- und Protz-Tourismus Palastes auseinandersetzen dürfen.
Ein halb so großer Tourismustempel wäre zweifellos doppelt so gut – in jeder Hinsicht.
So bleibt die Hoffnung, dass das gesamte Vorhaben in dieser völlig übertriebenen Dimension an seiner ignoranten Selbstverliebtheit final auch ökonomisch scheitert noch bevor es gebaut wird.
Falls auch für Sie noch wichtige Fragen offen sind, Sie sich von den Planungen in besonderer Weise betroffen fühlen oder einfach mal Ihre persönliche Sicht teilen wollen: Schreiben Sie uns.