Jürgen Busse | Krummsee | 16.7.2024
Es bedarf nicht eines Hamburger Stararchitektens, der den Dorfbewohnern von Krummsee zeigen muss, wie man sich hier endlich einmal „den Schlaf aus den Augen reiben" sollte. Der begehrte Malenter Ortsteil ist in den letzten Jahren deshalb so gewachsen, weil auch die Zuzügler hier Ruhe und Erholung suchen. Krummsee verzichtet gern auf einen Eintrag ins Guinnes-Buch der Rekorde!
„Erfolgreich kann Tourismus nur im Einklang mit der Bevölkerung sein!", so der Tourismusminister von Schleswig-Holstein, Claus Ruhe Madsen, laut OHA vom 2. 7. 24. Bei der Neubebauung von Hängebargshorst wird hoffentlich entsprechend gehandelt!
Ich bange um die schönen, alten Linden, die die L 174 zwischen der Finanzschule und Sielbeck säumen und der Rövkampallee das besondere Gepräge verleihen! Die geplante Brücke über der Straße wäre ein herber Einschnitt in die Natur!
Wenn sich der landschaftlich nicht geschützte Hängebargshorst wie eine Insel inmitten eines großen Landschaftschutzgebietes befindet, warum entfernt man nicht einfach die Ruinen und gliedert das Gelände dann dem bestehenden Schutzgebiet an? Tier- und Pflanzenwelt und die naturliebenden Menschen würden's danken.
Mit dem Abräumen der nicht mehr genutzten und inzwischen mutwillig demolierten LVA-Baulichkeiten und mit dem Abtragen der natürlichen Erhöhung, an deren Stelle 350-PKW-Stellplätze in den Erdboden getrieben werden sollen, werden sich die Straßenverhältnisse zwischen Malente und Eutin gravierend verschlechtern. Mit Eröffnung der Hotel- und Restaurantbetriebe muss nochmals eine exorbitante Zunahme des Straßenverkehrs befürchtet werden. Krummsee und Sielbeck werden dann ständig zugeparkt sein. - Noch ist Zeit zum Umdenken!
Wie ist die Schmutzwasser-Entsorgung geregelt? Wird das Chlorwasser aus Schwimmbad und Pools womöglich in den Kellersee geleitet? Wohin fließt das Abwasser aus hunderten von Appartementbädern? Hinzu kommen Küchen und sanitäre Anlagen aus dem Zentralbau und dem Restaurant am Hang sowie den neuen Mitarbeiterhäusern. Ich befürchte Schlimmes!
Falls auch für Sie noch wichtige Fragen offen sind, Sie sich von den Planungen in besonderer Weise betroffen fühlen oder einfach mal Ihre persönliche Sicht teilen wollen: Schreiben Sie uns.